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Zwischenfazit vor dem Saisonfinale!

| SC Haßbergen

+++ Abwehrbollwerk Haßbergen
Fußball-Kreisliga: SCH kann seine bockstarke Saison mit dem Double vergolden und stellt die beste Defensive im Kreis +++

Syam Vogt - Die Harke, 06.05.22

Nicht nur hinten eine sichere Bank: Haßbergens Innenverteidiger Maxim Penger glänzt nach Standardsituationen häufig per Kopf als Torschütze. Foto: Nussbaum
Damit hatten wohl nur noch die wenigsten gerechnet: Das Aufstiegsrennen in der Fußball-Kreisliga wird noch einmal spannend. Zudem verspricht der 28. Spieltag mit der Partie der Kreuzkruger gegen Liebenau aber auch im Abstiegskampf ordentlich Brisanz. Das vermutlich vorentscheidende Duell im Meisterschaftskampf findet in der Haßberger Pappelkampfbahn statt. Die Schützlinge von SCH-Coach Tim Rehm galoppieren leichtfüßig von Sieg zu Sieg durch die Liga und wollen mit einem Erfolg gegen die Titelaspiranten aus Rehburg im Tableau nach Punkten gleichziehen. Warum die Haßberger gerade im Toreverhindern kreisweite Spitze sind, verrät Rehm im HARKE-Gespräch.

Die Lage in Haßbergen

Zufrieden, zufriedener, SC Haßbergen. Eine derart famose Saison haben sich die Aktiven im SCH-Lager höchstens in den kühnsten Träumen vorgestellt. Mit Platz zwei und in Schlagdistanz zu Ligaprimus Rehburg und dem Kreispokalhalbfinale gegen Steyerberg ist es der jungen Mannschaft im Saisonendspurt möglich, historisches zu schaffen. Rehm spricht von einem Sahnebonbon, dass sich seine Mannschaft durch harte, intensive und engagierte Trainingsarbeit auch verdient habe. „Wir sind schon lange über dem Soll und haben noch kein Heimspiel verloren, das kann auch gegen Rehburg gerne so bleiben“, hält sich der Übungsleiter mit einer konkreten Kampfansage aber noch zurück.

Uns ist aufgefallen, dass ...

... die Nordkreisler vor allem von ihrer stets standfesten Hintermannschaft um Keeper Ruben Cordes, der bislang noch keine Ligaminute verpasst hat, profitieren. Lediglich 15 Treffer musste der SCH in 25 Partien hinnehmen. „Wir sind gut organisiert und bei uns verteidigt nicht nur die Abwehr, sondern die komplette Mannschaft. Das Pressing greift zudem schon recht gut.“ Besonders Innenverteidiger Maxim Penger fällt aber im vorderen Drittel ins Auge: Die 20-jährige Kante hat bereits sechs Saisontore erzielt und ist bei Standards durch sein punktgenaues Timing bei Kopfbällen eine echte Waffe.

Die Ausgeglichenheit des Riesenkaders und die daraus resultierende Flexibilität bildet einen weiteren hart zu knackenden Trumpf. Rehm: „Wir haben eine homogene und leistungstechnisch sehr ausgeglichene Truppe. Niemand kann sich ausruhen, alle sind verlässlich und durch den Konkurrenzkampf treiben wir uns gegenseitig an.“ Bis zum 28. Spieltag wurden 28 verschiedenen Spieler eingesetzt. „Wir wollen auch der jungen Generation eine Chance geben, sie heranführen und ein bisschen Kreisliga-Luft schnuppern lassen.“

Zudem zeichnen die SCH-Kicker um Kapitän Azad Ali vor allem durch ihre neu gewonnene Souveränität und Konstanz aus. In den zurückliegenden neun Begegnungen kassierten sie lediglich drei Gegentreffer, gingen aus den vergangenen vier Matches mit der maximalen Punktausbeute und einer Weißen Weste heraus.

Für die Offensive sorgt in Haßbergen nicht nur ein Alleinunterhalter, 14 Spieler trugen sich bereits in die Torschützenliste ein. Nur der bärenstarke und abschlusssichere Claas Bergmann ragt mit elf Ligatreffern ein wenig heraus. Mit Lennart Williges (acht Buden in 13 Einsätzen) habe seine Elf zudem einen Unterschiedsspieler in ihren Reihen, der ab der kommenden Saison im Rahmen seines dualen Studiums weniger eingespannt und noch häufiger zur Verfügung stehen werde, betont Rehm.

Die Prognose

Das Topspiel wird von beiden Parteien zunächst abwartend gestaltet. Die Haßberger müssen aufgrund ihrer Herausfordererrolle, sofern sie im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitreden wollen, das direkte Duell gewinnen. Derweil schwächelnde Rehburger werden sich aber Richtung Saisonendspurt noch einmal fangen und einen Aufstiegskracher auf Augenhöhe bieten. Am Ende neutralisieren sich beide Offensivreihen und die Spitzenklubs trennen sich, wie es auch Haßbergen-Coach Rehm prognostiziert, leistungsgerecht unentschieden – 1:1.

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