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Zwischen Träumen und Absage

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Zwischen Träumen und Absage

Unser Beach-Soccer Turnier mussten wir absagen, doch wir blicken trotzdem optimistisch in die Zukunft!

 

Fußball: Der SC Haßbergen saniert die Pappelkampfbahn, träumt vom Kunstrasen und sagt Beachsoccer ab

 

Beim SC Haßbergen herrscht trotz des Trainingsverbots im ganzen Bundesgebiet im Moment jeden Tag reges Treiben auf der Pappelkampfbahn. Natürlich unter Beachtung der aktuellen Abstandsregeln. Doch statt Fußbällen rollen beim SCH eher die Reifen eines Frontladers über das satte Grün der Anlage oder die „Rentnerband“, wie der Vorsitzende Cord Behrens seine vier unermüdlichen Helfer Helmut Berg, Volker Siemering, Volker Steinborn und Günter Berg nennt, transportiert man wieder mit der Schubkarre ein paar Pflastersteine heran. Der Fußball-Kreisligist könnte einer der Gewinner der Coronapandemie werden, denn die Spielpause kommt für die Sanierung der gesamten Anlage gerade recht. Die Kreisliga-Elf von Trainer Jörg Golembiewski und alle weiteren SCH-Teams hätten die gesamte Rückrunde auf dem B- und dem C-Platz spielen müssen. Nun, da der gesamte Sportbetrieb lahmgelegt ist, wird die Zeit mehr als sinnvoll genutzt. Behrens: „Natürlich würden wir am Wochenende auch lieber Amateurfußball sehen, aber für die Komplettsanierung unserer Sportanlage ist die Pause natürlich ein Segen.“ Am 9. Oktober begannen die Arbeiten am A-Platz mit dem Abtragen der Grasnarbe, danach folgte eine Begradigung. Zudem wurden eine Drainage und eine automatische Beregnungsanlage verlegt. Neue Tore und die erste Spielfeldmarkierung per GPS kommen on top. „Der A-Platz wurde einst auf dem ehemaligen Haßberger Schuttgelände gebaut, und zwar ohne großen Aufwand, ohne Drainage – einfach Mutterboden planiert und Rasen gesäht“, blickt der Vorsitzende zurück. Im Zuge der Arbeiten wurde nun gleich noch weitere Baustellen an der Pappelkampfbahn eröffnet. Hinter der Tribüne am A-Platz erledigt zum Beispiel gerade die von Behrens erwähnte „Rentnerband“ Pflasterarbeiten mit gesponsorten Steinen. Dort soll ein Schuppen für diverse Gerätschaften und Trainingsmaterialien entstehen. Der neuen Rasenmäher, der gerade von Heinz und Gerhard Rogge auf Vordermann gebracht wurde, schluckte einen vierstelligen Betrag. Am B-Platz wird die Beleuchtung ausgetauscht und auch der C-Platz erhält eine neue Beregnungsanlage ähnlich der des A-Platzes. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen an den Plätzen, die der Gemeinde gehören, etwa bei 150 000 Euro. Von dieser Summe trägt der SC Haßbergen gut ein Drittel aus der Vereinskasse. Die Förderung aus Bundes- und EU-Fördertöpfen machte diese umfangreichen Maßnahmen einst möglich. Die Platzeinweihung mit Fußball-Darts und einem bunten Rahmenprogramm samt Eröffnungsspiel wird bisher noch für Mitte September anvisiert. Behrens: „Der Vorstand sowie der gesamte Verein leistet hier in den vergangenen Jahren und vor allem jetzt eine tolle ehrenamtliche Arbeit. Unser Kassenwart Jan-Hendrik Krohn hat super gewirtschaftet und mit Ralf Cordes haben wir einen tollen Projekt-Beauftragten gefunden.“ Mit an Bord in Sachen Planung ist auch immer SCH-Jugendleiter (D- bis A-Jugend) Oliver Gilon, der sich allerdings vornehmlich um einen weiteren Traum vom Vorsitzenden kümmert. Seit etwa einem Jahr erörtern die Verantwortlichen die Erschaffung eines Kunstrasenplatzes angrenzend an die Pappelkampfbahn. „Im Ort wird der Kunstrasenplatz natürlich kontrovers gesehen. In dieser Sache erhoffen wir uns die Unterstützung der Gemeinde um Bürgermeister Mario Heuer und der Samtgemeinde um die Direktorin Bianca Wöhlke“, sagt Kassenwart Krohn und Gilon ergänzt: „Ohne den Strukturentwicklungsfond wären wir nie auf diese Idee gekommen, aber Heemsen kommt als einzige Gemeinde für ein solches Projekt infrage.“ Der SCH-Vorsitzende Behrens spricht in dieser Sache von einer einmaligen Chance: „Es wäre ein Leuchtturm-Projekt für uns und würde uns ungeahnte Möglichkeiten im Juniorenbereich bieten, der ja bisher schon sehr gut in der JSG in Zusammenarbeit mit dem TSV Eystrup läuft. Kunstrasenplätze sind ohnehin die Zukunft. Es bleibt erst einmal ein Traum, da wir in dieser Sache noch einige Hürden nehmen müssen.“ Apropos Zukunft! In naher Zukunft fallen für den SCH nicht nur weiterhin die Einnahmen der Heimspieltage der Kreisliga-Fußballer weg, sondern auch die Umsätze aus dem alljährlichen Beachsoccer-Turnier im Juni, das aufgrund der Coronapandemie ebenfalls ausfallen muss. Behrens: „Allein von diesem Wochenende haben wir sonst unseren gesamten Jugendetat für eine Saison gestemmt. Wir hoffen natürlich, dass uns unsere Sponsoren trotzdem weiterhin unterstützen und uns in dieser, für alle schweren Zeit, weiterhin unterstützen.“

Quelle: Die Harke, Ausgabe vom 06.05.2020

 

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