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Viel los beim Test gegen 96!

| SC Haßbergen

+++ Bei Hinterseer funkt es in Haßbergen
Fußball: Hannover 96 gewinnt beim Trainerdebüt von Leitl mit 15:0 auf der Pappelkampfbahn. 96-Youngster Nicolo Tresoldi trumpft mit vier Toren am Stück in der ersten Hälfte auf! +++

Helge Nussbaum - Die Harke - 13.06.22

Der frischgebackene Kreispokalsieger vom SC Haßbergen war am Samstag für die Fußball-Profis von Hannover 96 bestens gerüstet. Für den ersten Test des Zweitligisten in der Sommervorbereitung wählten die „Roten“ um ihren neuen Trainer Stefan Leitl die Pappelkampfbahn aus. Diese wurde vom SCH-Vorsitzenden Cord Behrens und seinen vielen fleißigen Helfenden im optimalen Zustand präsentiert. Die 96er um Sturmkante Hendrik Weydandt fühlten sich sichtlich wohl auf dem satten Grün, schenkten den Kreisliga-Kickern des SCH in der ersten Hälfte sieben Tore ein und die Kreisauswahl bekam in der zweiten Halbzeit sogar acht Buden um die Ohren. Am Ende durften die gut 1.500 Zuschauer einen 15:0-Sieg der Landeshauptstädter bejubeln und sahen sogar die ersten beiden Tore von Lukas Hinterseer im 96-Dress.

Die Aufregung vor der Partie stand den meisten Haßberger Spielern und Funktionären schon weit vor den 90 Minuten gegen die Jungs aus der 2. Bundesliga ins Gesicht geschrieben. Behrens: „Es ist einfach ein tolles Erlebnis für den gesamten Verein und die Spieler sollen das einfach aufsaugen.“ SCH-Trainer Tim Rehm schloss sich seinem Vorsitzenden schon vor dem Spiel an: „Das ist doch ein Highlight, das man nie vergisst. Deswegen werde ich auch alle meine Jungs einsetzen.“

Nicolo Trisoldis Quattrick

Gesagt, getan: In der ersten Hälfte präsentierte sich der Kreisliga-Zweite jedoch nur kurzzeitig ebenbürtig und es dauerte sieben Minuten, bis der Ball das erste Mal im Netz von SCH-Stammkeeper Ruben Cordes zappelte – Cedric Teuchert ließ ihm keine Chance. Nur eine Minute später erhöhte Weydandt auf 2:0 (8.) und Neuzugang Max Besuschkow trug sich mit dem 3:0 (11.) in die Torschützenliste ein.

Bis zum Halbzeitpfiff musste Schiedsrichter Sven Riedel (FC Holtorf) jedoch nur noch den Namen von 96-Sturmjuwel Nicolo Tresoldi in seinen Spielberichtsbogen schreiben. Der 17-jährige Nachwuchsstürmer, der an der Seite von Torwart Lasse Dettmer aus Linsburg und Mittelfeldmann Michel Dammeier aus Uchte vor drei Wochen noch den Landespokal der A-Junioren gewann, erzielte vier Tore am Stück – ein Quattrick. Nachdem der gebürtige Italiener in der 25. Minute Cordes umkurvte und das 4:0 erzielte, wechselte Rehm einmal seine komplette Elf. Trisoldi ließ noch zwei Kopfballtore (29., 45.) und einen Abstauber (42.) zur 7:0-Pausenführung folgen.

Fünf Minuten vor dem Wechsel brachte Rehm noch Niko Bultmann, für den es verletzungsbedingt der krönende Abschied von seinem Herzensverein war.

Hinterseer bricht Torfluch

Zur zweiten Halbzeit wechselte Leitl komplett durch und die 96er standen nun einer Kreisauswahl gegenüber. Der gerade erneut von Hoffenheim ausgeliehene Maximilian Beier schnürte einen Dreierpack in zehn Minuten (47., 53., 57.) und Neuzugang Eric Uhlmann ließ Hendrik Bielenberg im Kasten der Kreisauswahl beim 11:0 ebenfalls keine Chance (60.). Nun schlug die Stunde vom österreichischen Stürmer Lukas Hinterseer, der zwar seit August 2021 für die Roten aufläuft, bisher aber noch kein einziges Tor erzielte. Sein Torfluch brach mit dem 12:0 (64.) in Haßbergen und nachdem Sebastian Stolze das 13:0 (73.) beisteuerte, durfte der Ösi-Routinier sogar noch ein zweites Mal ran – 14:0 (81.). Den Schlusspunkt setzte erneut Uhlmann mit dem 15:0 (88.). Die Kreisauswahl um Florian Schüttpelz (RW Estorf-Leeseringen) wollte zwar noch den Ehrentreffer erzielen, doch der neue 96-Keeper Toni Stahl hielt den strammen Schuss von Assad Bchaar bravourös (89.).

Stefan Leitl ist zufrieden

96-Chefcoach Stefan Leitl war zufrieden mit dem ersten Auftritt unter seiner Regie. „Insgesamt war es für die ganze Mannschaft wichtig, mal aus dem Trainingsbetrieb rauszukommen, sich im Spiel kennenzulernen“, resümierte er nach dem Abpfiff. „Es war so, dass die Jungs eine gute Arbeit gezeigt haben, viele Tore geschossen haben, und das stand für uns im Mittelpunkt.“ Der SCH-Vorsitzende Cord Behrens zog ebenfalls ein erstes positives Fazit: „Ich denke, die gut 1 500 Zuschauenden haben einen schönen Nachmittag erlebt. Ein großer Dank geht noch einmal an den 96-Präsidenten Martin Kind, der uns dieses Spiel ermöglicht hat und natürlich an die vielen fleißigen Helfenden. Für unseren Verein und den geplanten Kunstrasenplatz ist dieses Event ein Segen.“

Das nächste Testspiel der „Roten“ steht am kommenden Samstag, 18. Juni, um 15 Uhr beim SV Ramlingen/Ehlershausen an.

Hannover 96 1. Halbzeit: Weinkauf – Muroya, Walbrecht, Börner, Celebi – Besuschkow – Evina, Kerk – Teuchert – Tresoldi, Weydandt. – 2. Halbzeit: Stahl – Dehm, Neumann, Walbrecht, Celebi – Uhlmann - Schaub, Leopold – Stolze– Beier, Hinterseer.

Torfolge: 0:1 (7.) Cedric Teuchert; 0:2 (8.) Hendrik Weydandt; 0:3 (11.) Max Besuschkow; 0:4, 0:5, 0:6, 0:7 (25., 28., 42., 45.) Nicolo Tresoldi; 0:8, 0:9, 0:10 (47., 53., 57.) Maximilian Beier; 0:11 (60.) Eric Uhlmann; 0:12 (64.) Lukas Hinterseer; 0:13 (73.) Sebastian Stolze; 0:14 (81.) Hinterseer; 0:15 (88.) Uhlmann.

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