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SC Hassbergen - Projekt in Zukunft

| SC Haßbergen

Trainer unserer Herrenmannschaften: Oliver Gilon (li.) und Tim Rehm

SC Haßbergen - Projekt in Zukunft

Die Harke - Helge Nussbaum

Seit Cord Behrens im Jahr 2019 den Vorsitz des SC Haßbergen von Ralf Cordes übernahm, herrscht Aufbruchstimmung in der Pappelkampfbahn. Das ist keinesfalls als Abwertung für die jahrelange Ägide von „Jointer“ Cordes – fungiert als stellvertretender Vorsitzender – zu verstehen, denn er überließ Behrens ein Feld, in das nur noch die richtige Aussaat gebracht werden musste.

Die endgültige Ernte lässt zwar noch auf sich warten, aber die Früchte gedeihen prächtig. Die Erstvertretung spielt in der Fußball-Kreisliga um den Aufstieg in die Bezirksliga, die Arbeiten am Kunstrasenplatz beginnen im kommenden Frühjahr und in der Jugendabteilung tummeln sich über 140 Juniorinnen und Junioren – die Blau-Weißen vom SCH sind im Moment einfach angesagt.

Tim Rehm verlängert

Zur Winterpause sind die Kreisliga-Kicker des SCH als Tabellendritter in Schlagdistanz zum Tabellenführer TuS Leese. Zwei Punkte beträgt der Rückstand, wobei die Haßberger schon ein Spiel mehr absolviert haben. Der Vorstand klopfte deshalb schon früh die Bereitschaft der Spieler ab, auch in der kommenden Saison in den Haßberger Farben aufzulaufen. Behrens: „Bis auf ein, zwei berufliche oder studienbedingte Fragezeichen hat der gesamte Kader für die kommende Serie zugesagt und auch das Betreuerteam bleibt weiter zusammen.“

Trainer Tim Rehm formte in seinen ersten anderthalb Amtsjahren einen jungen, hungrigen Haufen, mit vielen einheimischen Spielern und Talenten, der auf lange Sicht den Aufstieg in die Bezirksliga erreichen möchte. „Tim ist ein richtiger Motivator, der weiß, wie er die jungen Spieler anpacken muss. Ich kann für ihn nur lobende Worte finden.“

Die Wertschätzung scheint auf beiden Seiten gleich zu bestehen: Rehm würde ebenfalls gern die Früchte seiner Arbeit ernten, verlängerte vorzeitig und geht im Sommer 2023 somit in sein drittes Jahr beim SCH. In der Winterpause wollen die Verantwortlichen noch checken, ob sie den Kreisliga-Kader eventuell punktuell verstärken. Behrens: „Wir wollen aber weiterhin eher mit unseren eigenen Leuten arbeiten und nicht einfach wahllos Leute dazu holen, um eventuell schneller aufzusteigen.“

Jugendarbeit fruchtet

Bestes Beispiel ist da Ole Fortkamp. Der 18-jährige A-Junior, der jahrelang ein Teil der Nachwuchsabteilung von Hannover 96 war, schnupperte zu Beginn der Serie schon dreimal Kreisliga-Luft, sollte aber vornehmlich in der Jugend auflaufen. Vor der Winterpause spielte der starke Abwehrmann jedoch nun in den letzten fünf Spielen viermal über 90 Minuten durch.

Behrens: „Ole hat es einfach schon drauf und wir haben uns nun entschlossen, ihn bei den Herren nicht auszubremsen.“ Mit Luis Bultmann, Timon Lammers, Jonas Frank und Lennart Büsing stehen weitere vier A-Junioren in den Startlöchern.

„Die Jugendarbeit ist unser A und O, der Verein muss nachhaltig aufgestellt sein, gelebt werden und man muss in die Breite denken. Unsere Jugendleiter – den Anfang bei den G-Junioren macht Christian Born perfekt bis zur D-Jugend – machen einen tollen Job, denn es ist jedes Jahr harte Arbeit, alle Jugendteams adäquat mit genügend Spielermaterial zu füllen. Dafür sind natürlich gute und ausgebildete Trainer von Nöten, denn die Jugendlichen haben heute einfach eine etwas andere Einstellung, als zu frühen Zeiten.“

Zweitvertretung entwickelt sich

Als Anlaufstation für die A-Junioren und als Unterbau für das Kreisliga-Team entwickelt sich auch die Zweitvertretung von Coach Oliver Gilon hervorragend, hat jetzt schon acht Zähler mehr auf dem Konto als in der Vorsaison. Gilon, der zeitgleich Jugendleiter C- bis A-Jugend ist, steht mit seiner Truppe auf dem fünften Platz der 2. Kreisklasse Nord (31 Punkte, 43:20 Tore). Mit vier Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz sind die Haßberger noch in Sichtweite zu den Aufstiegsrängen.

Behrens: „Olli hat die Zweite noch einmal auf ein anderes Niveau gehievt. Wir freuen uns, dass er verlängert hat und in seine zweite Saison geht.“ Auch die Zweitvertretung samt Betreuerstab bleibt somit personell zusammen, alle Spieler haben zugesagt, nur Kevin Hesse verabschiedete sich in der Winterpause zu seinem Heimatverein SBV Erichshagen, um dort die Chance auf Kreisliga-Einsatzzeiten zu erhöhen.

Seit Sommer hat der SCH sogar wieder eine Drittvertretung in der 3. Kreisklasse Nord, die als Neuner-Mannschaft als Spielgemeinschaft mit dem SV Hämelhausen und dem TSV Hassel am Spielbetrieb teilnimmt. Hier werden noch interessierte Kicker gesucht, die sich dem Team anschließen wollen, um demnächst eine 11er-Mannschaft zu stellen. Ansprechpartner finden sich im Internet auf www.sc-hassbergen.de.

SCH-Infrastruktur setzt Maßstäbe

Der SCH-Vorsitzende hat auch das Drumherum im Blick. Nachdem alle Unwägbarkeiten rund um den Kunstrasenplatz nun ausgeräumt wurden und 140.000 Euro an Spenden zusammengekommen sind, soll der Bau im April 2023 beginnen. Behrens: „Dann wird auf dem B-Platz die Grasnarbe entfernt und im September 2023 soll dann die Eröffnung stattfinden. Hier geht unser Dank natürlich noch einmal an alle Spender, Sponsoren und den Gemeinderat um Samtgemeindedirektorin Bianca Wöhlke.“

Auch sonst investiert der Verein und setzt damit Maßstäbe im Landkreis: Auf dem A-Platz steht seit 2021 eine digitale Anzeigetafel, die Beschallungsanlage wurde erneuert, der Rasen während der Coronapause abgetragen und neu eingesät und es wurden Beregnungsanlagen auf dem A- und C-Platz installiert. Jüngste Errungenschaft der Haßberger ist eine Live-Übertragungskamera auf dem A-Platz, die Spiele können also ab Frühjahr 2023 gestreamt werden. Die Grundlage für viele dieser Anschaffung sei die gesunde Kassenlage des SCH. Behrens: „Unser Kassenwart Hendrik Krohn hat sehr nachhaltig gewirtschaftet.“

Auch der C-Platz soll eine digitale Anzeigetafel und eine Beschallungsanlage bekommen. „Wir versuchen, ab der C-Jugend aufwärts, immer einen Stadionsprecher vor Ort zu haben und den Kiosk immer zu besetzen. Man muss als Verein heutzutage einfach etwas mehr bieten und vor allem im Social Media-Bereich gut aufgestellt sein.“ Die Reichweite des SCH auf diesen Kanälen ist stetig gewachsen und liegt zwischen 3.500 bis 5.000.

Behrens: „Wir arbeiten weiter daran, uns für die Zukunft bestmöglich aufzustellen. Das wäre ohne die vielen Ehrenamtlichen jedoch nicht zu stemmen. Deswegen danke ich noch einmal allen, die sich für unseren Verein engagieren.“ Es sieht nach einer guten Ernte aus für den SC Haßbergen.

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