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Erste Herren zieht in die zweite Runde ein!

| SC Haßbergen

Von Philipp Keßler, Die Harke (Fotos Philip Kessler)

+++ Bezirkspokal: Haßbergen kegelt Drakenburg raus! +++

Dass der SC Haßbergen Pokal kann, das haben die Nordkreisler bereits mehrfach unter Beweis gestellt, zuletzt beim Finalsieg Anfang Juni mit einem 4:0 gegen den SV BE Steimbke II. Nun hat der amtierende Kreisvizemeister auch auf Bezirksebene gewildert und den klassenhöheren Bezirksligisten TuS Drakenburg aus dem Wettbewerb geworfen.

In der ersten Runde des Bezirkspokals gewann der SCH im Elfmeterschießen mit 5:4 – in der regulären Spielzeit waren zuvor keine Treffer gefallen.
Dann eben vom Punkt. Als Schiedsrichter Jan Gelhaus (SC Viktoria Lavelsloh) nach 90 Minuten abpfiff und zum Elfmeterschießen bat, hatten die zahlreichen Zuschauer in der Pappelkampfbahn ein spannendes Derby erlebt. Von einem Klassenunterschied war kaum etwas zu spüren. Beide Mannschaften offerierten mutigen Offensivfußball, scheuten keinen Zweikampf und boten somit ein unterhaltsames Spiel. Da fiel es aus neutraler Sicht kaum ins Gewicht, dass im Abschluss noch hüben wie drüben das letzte Quäntchen Präzision fehlte.

Zwei Goalgetter im Pech

Vor allem Haßbergens Claas Bergmann und Drakenburg Dustin Meinking dürften in der folgenden Nacht noch lange von ihren liegengelassenen Großchancen geträumt haben. Bergmann hatte in der Schlussphase eine flache Hereingabe von Neuzugang Saad Haso, der dem SCH-Angriffsspiel zusätzliche Würze verlieh, völlig freistehend neben das Gästetor gesetzt (86.).

Dabei gehörten die letzten 15 Minuten nahezu dem TuS, der sich der Schmach entziehen wollte und mutiger wurde. Angreifer Meinking vergab in er 78. Minute aus aussichtsreicher Position, scheiterte einmal mehr an Haßbergens Torhüter Ruben Cordes, der das Leder im Nachfassen sicherte. Zehn Minuten zuvor war sein Schuss gerade noch von einem Blau-Weißen geblockt worden.

Die favorisierten Gäste dürften jedoch bereits früh festgestellt haben, dass es an diesem Abend knifflig werden dürfte, und vor allem kein Spaziergang. Schon im Mannschaftskreis vor dem Anpfiff peitschte SCH-Kapitän Azad Ali seine Kameraden gehörig ein – was fruchtete. Besonders das Konterspiel der Hausherren lief wie ein Uhrwerk, das ging den Drakenburgern manches Mal zu schnell. Auf der anderen Seite ließen Konstantin Paczkowski oder TuS-Kapitän Elias Hachmeyer ihre Qualität kurzzeitig aufblitzen, doch auch ihre Abschlüsse waren entweder zu unplatziert oder die Haßbergen gingen in letzter Sekunde energisch dazwischen.

Teichmann scheitert

Somit musste der Sieger vom Punkt aus ermittelt werden. Bei den Gastgebern trafen alle fünf Schützen: Michel Bultmann, Claas Bergmann, Niklas Mann, Azad Ali und Saad Haso. Für den TuS verwandelten Hachmeyer, Hennes Hockemeyer, Steffen Thies und Paczkowski – nur eben Lucas Teichmann scheiterte am hervorragend parierenden SCH-Keeper Ruben Cordes.

Haßbergens Co-Trainer Frank Heuer grinste: „Dass wir alle fünf Elfmeter verwandeln, das war wirklich richtig stark von den Jungs. Generell hat das ganze Team aber eine geniale Vorstellung gezeigt, auf Augenhöhe gespielt – nur in der Schlussphase kamen wir etwas ins Schwimmen.“

Drakenburgs Trainer Marcus Olm war bedient: „Wir müssen aufgrund der guten zweiten Hälfte klar gewinnen. Wir hatten genug Chancen, waren hochüberlegen und müssen uns letztendlich an die eigene Nase fassen. Ärgerlich empfinde ich zudem die Platzverhältnisse – der Rasen ist so hoch, da kann man mit der Sense drübergehen.“

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