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Der SCH bittet um Spenden für einen neuen Kunstrasenplatz!

| SC Haßbergen

+++ Gemeinderat Hassbergen stimmt für den Kunstrasenplatz! +++

Der Sportclub (SC) Haßbergen muss bis Ende November dieses Jahres 333.400 Euro an Spenden für seinen geplanten Kunstrasenplatz aufbringen. Sollte das Geld bis dahin ausbleiben oder kein Sponsoring zu erwarten sein, wird das Projekt verworfen. Das hat der Rat der Gemeinde Haßbergen am Dienstagabend beschlossen. Somit gab er erst einmal grünes Licht für den Kunstrasenplatz. Im Dezember will der Rat endgültig beschließen, ob das Projekt verwirklicht werden kann.

Der SC Haßbergen will den ausschließlich für das Fußballtraining genutzten B-Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umwandeln, damit er auch im Winter bespielt werden kann. Die Kosten werden auf 845.854 Euro geschätzt. Das Land will das Kunstrasenplatzprojekt mit 400.000 Euro bezuschussen. Bedingung: Der Kunstrasenplatz muss bis 31. Dezember 2022 fertiggestellt sein. „Die Zeit drängt“, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Bianca Wöhlke während der Sitzung, die im Vereinsheim des SC Haßbergen stattfand. „Der Kunstrasenplatz soll durch Sponsorengelder finanziert werden. Es sind aber noch keine Sponsorengelder da.“

B-Platz muss saniert werden

Der B-Platz muss saniert werden. Der SC Haßbergen will ihn zugleich auf die Standardspielfläche vergrößern. Dazu müssen 3000 Quadratmeter Wald vom Nachbargrundstück gekauft und gerodet werden. Diese Kosten seien in den 845.854 Euro noch nicht enthalten, erklärte Wöhlke. Fest steht: „Die Untere Naturschutzbehörde lehnt die Umwandlung des Waldstücks in einen Sportplatz nicht grundsätzlich ab, da der Verein etwas für die Jugend tut.“

Offen ist, ob das Waldgrundstück des Nachbarn getauscht oder gekauft wird. Zunächst müsse der Wert des Nachbargrundstücks ermittelt werden, so Wöhlke. Bevor das Grundstück getauscht wird, müssen alle Kosten ermittelt werden. Dazu gehören die Kosten des Grundstückstauschs, Vermessung, Notar, Grundbucheintrag und Grunderwerbssteuer. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die landschaftspflegerische Planung, für die Genehmigungsplanung, das Genehmigungsverfahren und den Grundstückskauf bis zu einer Höhe von 10.000 Euro. Kosten, die darüber hinaus entstehen, trägt der Verein, beschloss der Rat ebenfalls.

Bürgermeister Mario Heuer (CDU) sagte, der Rat wolle dem Verein alle Steine aus dem Weg räumen, damit der SC loslegen kann. „Es ist ein sehr komplexes Thema. Der Verein muss Sponsoren finden.“

„Es geht um Kosten und Nutzen“
Ursula Nenstedt (WG) und Friedrich-Wilhelm Schütte (WG) stimmten gegen das Kunstrasenprojekt. „Es geht um die Kosten, den Nutzen und die Nachhaltigkeit“, sagte Ursula Nenstedt. „Alte Eichen müssen gefällt und Boden muss versiegelt werden. Wenn die Sponsorengelder nicht laufen, müsste die Gemeinde in Vorleistung treten. Das ist ein Unsicherheitsfaktor. Wir haben aber auch Dorferneuerungsprojekte, die finanziert werden müssen.“

Nenstedt ging auch auf den Feinstaubabrieb ein, der auftreten kann. „Für Kinder ist es schöner, auf natürlichem Rasen zu spielen.“ Friedrich-Wilhelm Schütte befürchtet eine höhere Verletzungsgefahr auf einem Kunstrasenplatz. Es gebe Lösungen, wie Feinstaub vermieden wird, erklärte Wöhlke.

Cord Behrens, Vorsitzender des SC Haßbergen, wies die Bedenken der WG zurück. „Auch Rasenplätze sind versiegelt. Es wird gemäht und gedüngt.“ Rasenplätze würden heute nicht mehr gebaut, sagte Behrens. „Die Förderung sei optimal“, betonte er. Ohne Kunstrasen bestehe die Gefahr, in zehn Jahren keinen Platz mehr zu haben. Ein Kunstrasenplatz sei eine zukunftsorientierte Trainingsanlage.

Martin Kind als Schirmherr
Der SC Haßbergen konnte Martin Kind von Hannover 96 als Schirmherrn für das Projekt gewinnen. Mit seiner Hilfe will der Verein versuchen, regional und überregional Sponsoren für das Projekt zu finden. Der Verein will mit Erdarbeiten die Eigenleistung in Höhe von 92.454 Euro abdecken.

Die Harke, 23.09.21

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